Kindgerechter Einstieg in den Verkehr

Wie verhalten sich Kinder im Verkehr?

Kinder sind erst ab 8 Jahren fähig, sich über eine längere Zeit zu konzentrieren. Sie erreichen die  volle Konzentrationsfähigkeit erst ab 14 Jahren. Kinder  richten ihre Aufmerksamkeit anfangs eher auf nicht verkehrsbezogene Dinge, sie lassen sich leicht vom Straßenverkehr ablenken. Außerdem haben Kinder ein engeres Blickfeld als Erwachsene. Heranfahrende Autos können sie daher erst später erkennen. Kinder können beim Laufen nicht gleichzeitig links und rechts schauen, schon gar nicht beim Radfahren. Kinder können Geräusche schlecht orten, Geschwindigkeiten und Bremswege nicht richtig abschätzen.


Grundsätzlich sollten Sie mit Ihrem Kind das verantwortungsbewusste Verhalten im Straßenverkehr von Anfang an üben.  Denken Sie an Ihre Vorbildfunktion, wenn Sie an der Ampel stehen. Verhalten Sie sich immer so, wie Sie es sich von Ihrem Kind im Straßenverkehr wünschen. Erklären Sie die Ampel, den Zebrastreifen, das Blinken von Autos und wichtige Verkehrszeichen.
Gehen Sie mit Ihrem Kind immer sicher über die Straße, benutzen Sie wenn möglich Ampeln oder Zebrastreifen.

Wie lernt das Kind Radfahren?

Im Vorschulalter sind das Laufrad oder  der Roller die richtigen Fahrzeuge, um den Gleichgewichtssinn des Kindes zu trainieren. So fällt der Umstieg auf das Rad später wesentlich leichter. Keinesfalls sollten Stützräder zum Lernen montiert werden. Sie vermitteln ein völlig falsches Fahrgefühl und sind für das Erlernen des Radfahrens eher kontraproduktiv. Es kommt relativ häufig zum Sturz, da ein Rad mit Stützrädern in Kurvenfahrt sehr leicht umkippen kann. Das Kind wird verunsichert, bekommt Angst und verliert die Lust am Fahrrad. Eine haltende Hand, Zuspruch und ein bisschen Übung helfen  viel mehr.

Das Fahrradfahren wird am Anfang am besten auf einer verkehrsfreien Fläche geübt. Die nächsten Übungsstufen sind dann Bremsen, enge Kurven fahren, Hindernisse umfahren und Handzeichen geben, ohne das Gleichgewicht zu verlieren.